Plants4friends über Alternativen in der Schmerztherapie

Der medizinische Einsatz von Cannabis trifft oft auf Ablehnung. Da Hanf gegenüber klassischen Medikamenten aber zahlreiche Vorzüge besitzt, gilt es immer wieder auf diese aufmerksam zu machen, um Vorurteile abzubauen. Wir verraten Ihnen mehr über die Stärken, die vielseitige Einsetzbarkeit und die schwierige Gesetzeslage in Österreich.

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Cannabis als natürliches Schmerzmittel  

Für Patienten, die an chronischen Schmerzen leiden, gehört die Einnahme von starken Medikamenten zur täglichen Routine. Da diese oftmals andere Organe belasten, liegen viele Hoffnungen in der therapeutischen Anwendung von Cannabis.

Die schmerzlindernde Wirkung von Hanf beruht dabei auf den Inhaltsstoffen Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Beide Bestandteile dämpfen die schmerzauslösenden Rezeptoren ab und sorgen so für eine Schwächung des Reizes. Interessanterweise besitzt der Mensch selbst körpereigene Endocannabinoide, die der Struktur und Wirkung von Cannabis ähneln. Daher können die Inhaltsstoffe THC und CBD, sobald sie in den Organismus gelangt sind, auf bereits vorhandene Rezeptoren zurückgreifen und dort ihre schmerzlindernde Wirkung entfalten. Mit dieser Tatsache geht eine sehr hohe Verträglichkeit einher.

Doch das ist nur einer von vielen Vorteilen, die Cannabis gegenüber herkömmlichen Schmerzmitteln der Pharmaindustrie besitzt. So ist Hanf oftmals die günstigere Alternative zu klassischen Medikamenten, löst selten und wenn, dann nur schwache Nebenwirkungen aus, besitzt eine muskelentspannende Wirkung und wirkt appetitanregend, was gerade in der Krebs-Therapie sehr wertvoll ist.

Das spricht für die medizinische Nutzung der Pflanze:

    • wirkt schmerzlindernd

 

    • hohe Verträglichkeit

 

    • oftmals günstiger als herkömmliche Medikamente

 

    • muskelentspannend und krampflösend

 

    • appetitanregende Wirkung

Schwierige Gesetzeslage in Österreich

Die Verschreibung von Cannabis in Österreich ist gemäß dem Suchtmittelgesetz weiterhin strafbar. Es ist es nur erlaubt, mit dem wichtigsten Inhaltsstoff Delta 9 THC in Kapsel- oder Tropfenform zu behandeln. Da es sich hierbei um ein Monocannabinoid handelt, Cannabis aber bis zu 70 Cannabinoide beinhaltet, ist die Wirkung stark abgeschwächt. Zudem müssen die Patienten die kostenintensive Therapie selbst bezahlen.

Die USA auf dem richtigen Weg

In den USA ist man da schon einen Schritt weiter. Neben Kalifornien, Washington und Oregon erlauben 17 weitere Bundesstaaten den medizinischen Zugang zu Cannabis. Obwohl es auch hier vehemente Verfechter eines Verbots gibt, überwiegen mittlerweile die Stimmen, die Hanf als natürliche Alternative zu klassischen Schmerzmitteln gutheißen. Gerade in der Behandlung der Symptome schwerer Krankheiten, allen voran Krebs, ist Cannabis auf dem Weg sich fest zu etablieren. Eine Reihe von Laborergebnissen legt sogar nahe, dass Cannabinoide aktiv in der Lage sind, Krebs-Zellen anzugreifen.

Gesetzesänderung macht deutschen Patienten Hoffnung

Auch in Deutschland sorgt ein 2011 verabschiedetes Gesetz für Hoffnung. Zwar wurde hier bereits 1998 der Cannabis-Wirkstoff THC als Betäubungsmittel verschrieben, doch war der Wirkstoff arzneimittelrechtlich nicht zugelassen. Daher übernahmen die Krankenkassen keinerlei Kosten. Patienten, die mit Cannabis therapiert wurden, sahen sich also horrenden Rechnungen gegenüber und wurden oftmals in die Illegalität getrieben. Die Gesetzesänderung lässt nun Arzneimittel auf Cannabis-Basis zu, was eine Kostenübernahme der Kassen zur Folge hat. Bei den zugelassenen Medikamenten handelt es sich jedoch um Fertigpräparate, weshalb der Gesetzestext vielen Medizinern nicht weit genug geht, die sich eine Individualisierbarkeit der Rezepturen wünschen. Gerade Krebs- und Aids-Patienten würden davon profitieren.

Vielseitig einsetzbar und anpassungsfähig

Eine Studie aus dem Jahr 2011 zeigt, dass die größten Erfolge beim Einsatz von Cannabis als Schmerzmittel durch eine orale Einnahme erzielt wurden. Während das Einatmen von vaporisiertem THC ebenfalls sehr wirksam war, betont Vorstandsmitglied der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente Franjo Grotenhermen, dass einige Patienten wiederum am besten auf gerauchtes Hanf ansprechen. Es gibt also mehrere Wege wie Cannabis therapeutisch verabreicht und an die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Patienten angepasst werden kann.

Cannabis gegen Krämpfe

Auch bei leichten Beschwerden empfiehlt sich Cannabis als gut verträgliches Schmerzmittel. So kann man mit Hanfblättern einen wohltuenden Tee kochen, der sich gerade bei krampfartigen Schmerzen, wie zum Beispiel Menstruationsbeschwerden, bewährt hat. Es gibt dabei zahlreiche Sorten und Variationen, die übrigens auch in Österreich völlig legal zu erwerben sind.

Auch der ORF hat sich mit der brandaktuellen Thematik befasst und dazu einen sehenswerten Beitrag erstellt, welcher auf YouTube zu sehen ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr plants4friends-Team
Roland Birner


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